Erik Zabels Abschied

"Der größte deutsche Radsportler aller Zeiten sagt Adieu"


Die Linksammlung rund um Eriks Abschiedtour ist folgendermaßen unterteilt:

1. Radsportmagazine, 2. Zeitungsartikel und Artikel von Internetseiten, 3. Interviews, 4. Videos/Fernsehen im Internet, 5. Ehrungen,6. Bildergalerien

Vorbemerkung:  Bekanntlich kennt die deutsche Sportberichterstattung in der Regel nur zwei Arten der Darstellung: Heldenverehrung und Personenkult und ihr komplettes Gegenteil. Die vielen verschiedenen Schattierungen, die positiven Seiten oder die negativen Seiten, die eine Person ausmachen, gehen so meistens verloren.

Die Berichte in den Medien über Erik Zabel sind da keine Ausnahme: Bis zum Mai 2007 fast ausschließlich Heldenverehrung ( auch wenn Erik im auf die Tour de France fixiertem Deutschland sicher nicht die Würdigung fand, die er verdient gehabt hätte), danach sehr oft negative Berichterstattung (,daß diese auch nicht unbedingt auf Tatsachen beruhen mußte und man sogar vor offensichtlich falschen Behauptungen - ohne diese vorher zu überprüfen - nicht zurückschreckte, dafür gibt es Beispiele aus dem Jahr 2008- Stichwort: Deutschlandtour).

Es war daher spannend zu sehen, wofür man sich bei der abschließenden Würdigung der einzigartigen sportlichen Karriere des Erik Zabels entscheiden würde. Das Ergebnis ist sehr vielfältig vom " Verlust einer Persönlichkeit" und" ein Sportler, wie er leider nicht im Buche steht" bis hin zu "Zum Vorbild taugt Erik Zabels Karriere nicht" ist alles vertreten. Sehr überrascht nach ihrer Berichterstattung der letzten beiden Jahre über Erik Zabel war ich von der positiven Sichtweise der FAZ, die SZ war keine Überraschung, sie brachte  wie in den letzten Jahren üblich  melancholisch angehauchte, aber durchaus wohlwollende Artikel zu Erik Zabel, hingegen fielen die Urteile der FR ( überraschenderweise), sowie des Spiegels (erwarteterweise) sehr negativ aus, negativer Höhepunkt aber die Welt, wo es mir nicht gelang, irgendein positives oder interessantes Zitat zu finden.

Da dies eine Fanseite über Erik Zabel ist, die natürlich positiv über Erik berichten will, andererseits aber auch nichts ausblenden will, stellte sich für mich die Frage:  Soll ich alle Artikel hier auflisten oder nur die positiven und wenn letzteres, wo ziehe ich die Grenze? Ich habe mich letztendlich dafür entschieden, positive und negative Artikel zu Eriks Karriere zu verlinken, allerdings keine dpa- und sid- Artikel ( wer diese lesen will, dem empfehle ich die deutsche " Qualitätsseite" radsportaktiv/radsportnews.com).

An den Anfang habe ich den Artikel aus der Tour gestellt, den ich neu verlinkt habe, da ich ihn für sehr gelungen halte und er etwas ausführlicher ist, als die reinen Zeitungsartikel. Die anderen Beiträge sind unter den Rubriken alphabetisch geordnet. Zu fast allen Beiträgen habe ich ein Zitat herausgesucht - die fremdsprachigen Zitate mit Übersetzung  -, um einen kleinen Einblick zu geben, was einem bei diesem Link erwartet, außerdem einen Kommentar zum Artikel der Welt. Leider sind inzwischen auch einige Beiträge aus dem Internet verschwunden, insbesondere die Videos zum Bremer Sechstagerennen mit " Es gibt nur ein Erik Zabel" - sehr schade!


1. Radsportmagazine:

Tour, Heft 1 2009: 

Der Abschied  Jürgen Löhle, auf der Seite zunächst ein kleiner Ausschnitt und den gesamten Artikel kann man sich dort als PDF-Datei kostenlos herunterladen

Zitat 1 :  Der Sponsor in Bonn war grantig, da das Team nur als Mix-Mannschaft mit einer italienischen Equipe antreten durfte. So viel Geld, und dann nur tote Hose. Am Ende waren dann aber alle zufrieden, weil ein scheuer 25-Jähriger aus Unna die Etappen in Charleroi und Bordeaux im Sprint gewonnen hatte. Alle Welt war überrascht, wie dieser zurückhaltende Mann mit dem Berliner Dialekt in den Sprints so gnadenlos reinhalten konnte. Hinterher saß er ganz ruhig beim Interview, knetete ein wenig nervös seine Hände und wollte nichts wissen vom Lob und vom Retter für Telekom. „Ich mag das nicht hören, wir sind als Team gut gefahren“, sagte er nur.

 

Zitat 2:  Und dann musste er ihn öffentlich auch noch loben, auch 2006 noch, als ihn Ulle knallhart aus dem Tour-Team mobbte. Er wurde den Schatten nicht los, so lange Ullrich Rennen fuhr. Mit einer Ausnahme: 2001 wählten Deutschlands Sportjournalisten Erik Zabel nach mehr als 30 Saisonsiegen zum „Sportler des Jahres“. Für den Sprinter war das mehr als ein Sieg auf der Straße, es war Anerkennung ausgerechnet von den Leuten, denen er eigentlich latent misstraute. Aber an diesem Abend in Baden-Baden hat er nur gestrahlt. Und Ullrich war gar nicht da.

nicht im Internet:

Wielermagazine: Ciao Paolo &Erik, Heft? Dezember? 2008



2. Zeitungsartikel und Artikel von Internetseiten

Berliner Morgenpost:

Zabel stellt sich zum Abschied der Kritik  29.01.09,

Zitat:  Alle Schultern waren geklopft, das eine oder andere Sieger- und Trostbierchen getrunken. Für Erik Zabel, mit 212 Siegen der erfolgreichste deutsche Radprofi aller Zeiten, näherte sich definitiv das Karriereende. Eben noch an der Seite von Robert Bartko (Potsdam) als Sieger des 98. Berliner Sechstagerennens gefeiert, wurde der 38-Jährige im Velodrom an der Landsberger Allee nachdenklich. Seinen letzten Tag im Rennsattel habe er "ein bisschen wie in Trance erlebt". Es sei schön gewesen, "das Ganze mit einer gewissen Distanz zu verfolgen".

Berliner Zeitung:

1.Blick auf die Dopingliste  26.01.09, Tino Symanzik

Zitat:  Wenn Rik heute bei seinen Jugendrennen um Gewerbegebiete oder Wohnsiedlungen fährt, holt ihn manchmal die Geschichte seines Vaters ein. "Es gibt immer wieder einen, der Sprüche macht. Aber das stört mich nicht", sagt Rik. Sein Vater ist trotz allem seine erste Ansprechperson. "Wir haben viel darüber geredet, was man darf und was man nicht darf. Wir haben uns die Liste mit den verbotenen Mitteln ausgedruckt. Ich vertraue ihm total", sagt Rik. In der Vaterrolle kommt Erik Zabel, wie es scheint, seiner Verantwortung nach.

2. Gedanken vor dem Zielstrich  21.01.09, Christian Schwager

Zitat:  Den entscheidenden Moment hat Erik Zabel einmal so beschrieben: "Ich höre, wie meine Vorderleute brüllen, während sie in rasender Fahrt für mich den Endspurt anziehen. Sie müssen so laut sein, damit ich sie höre, und sie erhöhen damit meine Aggressivität. Dann verschwindet vor mir der Letzte, und dann ist da nur noch der Zielstrich."

B.Z.:

Sportler des Tages:  Erik Zabel 23.01.09, K.P. Leonhard

Zitat:  Aber sollte es irgendwann ein tiefes Radsportbuch über jenen Mann geben, der seit gestern abend im Velodrom Abschied nimmt vom Leistungssport, dann stünde darin hoffentlich das Wesentliche im Zentrum: das Training, der Kern seiner Konstanz. Alles. Jedes Detail. Das Sprechen des Athleten mit sich selbst. Das Einreden auf seine Muskeln, seine Knochen - ein paar geflüsterte Worte der Hingabe, bevor es den Berg raufgeht. Die Überwindung von Schwäche. Die Pflicht, sich zu schinden - die Lust, über sich hinaus zu wachsen. Morgens drei Stunden in der Kälte, Mittagessen, dann setzt der Regen ein, die Winde kommen, es stürmt, und wieder geht es für drei Stunden raus, noch mal 100 Kilometer - irgendwann ist einem Champion die Hölle egal, er hat sie in gewisser Weise zu seinem Himmel gemacht.

cyclisimag :

Fin de série pour Erik Zabel    19.11.08 (französisch)

Zitat: POURQUOI IL MANQUERA AU CYCLISME
Au delà de ses aveux de dopage, Erik Zabel restera le symbole du professionnalisme, du sérieux et de la sympathie dans le cyclisme. De ses débuts en 1992 à son tour d’honneur dans le Paris-Tours 2008, dix-sept saisons se sont écoulées. Une longévité rare qui dénote un état d’esprit conquérant et une passion pour son sport manifeste. Quoi qu’il advienne, Zabel aura marqué le cyclisme et peut-être considéré comme l’un des meilleurs finisseurs de la deuxième moitié du XXème siècle, aux côtés des Darrigade, Van Looy, Poblet, Maertens, Godefroot - son directeur sportif à la Telekom -, Cipollini. ...

 

Übersetzung: Warum er dem Radsport fehlen wird

Vom Dopinggeständnis abgesehen wird Erik Zabel das Symbol des Professionalismus, der Ernsthaftigkeit und der Sympathie im Radsport bleiben. Von seinen Anfängen im Jahr 1992 bis zur seiner Ehrenrunde bei Paris-Tours 2008 sind 17 Saisons vergangen. Eine seltene Langlebigkeit, die auf eine Geistesverfassung eines Eroberers schließen läßt und eine offenkundige Leidenschaft für seinen Sport. Was auch hinzukommt ist, daß Zabel dem Radsport seinen Stempel aufgedrückt hat und vielleicht als einer der besten Finisseure der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts an der Seite von Darrigade, Van Looy, Poblet, Maertens, Godefroot - seinen sportlichen Direktor bei Telekom - , Cipollini angesehen werden kann....

Anmerkung: Finisseur lasse ich mal so stehen, da ich nicht weiß, ob es dafür überhaupt eine adäquate deutsche Übersetzung gibt. Vom finisseur = "Sprinter", über finisseur = "Attakierer auf dem letzten km ( Prototyp: Cancellara)" bis hin zum "Klassikerspezialisten mit Sprintqualitäten" habe ich alles gefunden.


die Radsportseiten:

die Radsportseiten - Erik Zabel   ein langer Artikel auf niederländisch über seine Karriere


Frankfurter Allgemeine:

1. Noch einmal Tränen: Zabel nimmt Abschied   29.01.09 + Bildergalerie, Michael Reinsc

Zitat:  "Das waren die schönsten Jahre“, verriet er dann doch noch mit umflortem Blick. Er sprach nicht von seiner sportlichen Laufbahn, sondern von der Schulzeit, die er nur vierhundert Meter entfernt in der Kinder- und Jugendsportschule „Ernst Grube“ verbracht hatte. „Es ist schon so, dass der Kreis sich schließt“, sagte er. „Hier habe ich Radfahren gelernt. Hier stand früher die Seelenbinder-Halle, hier war die Winterbahn.“

2. Der Marathon-Mann am Ende des Weges  26.09.09, Rainer Seele

Zitat:  Er ist schon immer eine Art Marathon-Mann des Radsports gewesen. Rastlos unterwegs, gierig nach Training, nach Rennen, nach Kilometern, nach Erfolgen und Anerkennung. In diesem Jahr ist Erik Zabel noch einmal gefahren, als gäbe es für ihn kein Morgen als Radprofi mehr, und tatsächlich kommt nun auch das Ende.

Frankfurter Rundschau

Monument im Nebel   11.10.09, Wolfgang Hettfleisch

Zitat:  Nach dem Bonner "Mea culpa"-Auftritt an der Seite von Kumpel Rolf Aldag war Zabel nicht mehr der, der er vorher gewesen war. Über viele Jahre hatten Journalisten seine Nähe gesucht. Weil er immer einen kessen Spruch auf den Lippen hatte und die meisten im Metier nicht nur auf der Zielgeraden abhängte, sondern auch dort, wo Mutterwitz und Schlagfertigkeit gefragt waren. Er ging auf in dieser öffentlichen Rolle als hintergründiger Charmeur.

Kölnische Rundschau:

Verlust einer Persönlichkeit  26.09.08, Joachim Schmidt

Zitat:  Dass Erik Zabel nicht immer die Würdigung fand, die ihm zugestand hätte, lag vor allem am üppigen Schatten seines langjährigen T-Mobile-Partners Jan Ullrich. Nun verliert der deutsche Radsport mit Zabel eine seiner größten Persönlichkeiten.

Anständig, bescheiden, beliebt - Attribute, die die Persönlichkeit eines Mannes beschreiben, der als der siegreichste aktive Radprofi der Welt nun seine Karriere beendet. In einem Sport, der sich im letzten Jahrzehnt zum Synonym für flächendeckenden Betrug mittels Doping entwickelt hat, gehörte Erik Zabel stets noch zu den glaubwürdigen Vertretern der Branche.


live-radsport.ch:

1.Gänsehaut-Abschied für Erik Zabel in Berlin   27.01.09, Adriano Coco, Protokoll des Abschiedes

2.Erik Zabel – Der erfolgreichste Deutsche 12.10.08, Marco (cyclingreport.de)

Zitat: Jedenfalls war Ete immer ein ganz Großer im deutschen Radsport und er wird sicherlich allen fehlen. Die gesamte Radsportwelt kann dazu nur sagen: "Mach et Jut, Ete!"

Märkische Allgemeine:

1.Standesgemäßer Abgang  29.01.09, Peter Stein

Zitat:  Der langjährige Masseur Dieter „Eule“ Ruthenberg (69) sagte über den gebürtigen Berliner: „Ich habe keinen Radsportler erlebt, der so siegeswillig war wie Erik. Wenn es mal nicht geklappt hatte, dann suchte er die Schuld nie bei anderen, sondern zuerst bei sich.“

2.Die letzten Runden  27.01.09, Peter Stein

Zitat: Für den Endspurt hat er ganz bewusst seine Heimatstadt gewählt: „Hier schließt sich der Kreis.“ Denn im Stadtbezirk Lichtenberg ist er aufgewachsen, versuchte sich zunächst als Ringer, dann als Fußballer. Die Kicker wollten ihn nicht. Da ging er eines Tages – er war noch nicht mal zehn – zum Vater, der ihm beim Radsport bei der Betriebssportgemeinschaft Rotation anmelden sollte.

Merkur:

Der Akkord-Arbeiter tritt ab  08.11.08, Patrick Reichelt

Zitat:  Erik Zabel hatte schon länger geahnt, dass die emotionalen Momente noch kommen würden. In Dortmund rollten bei ihm zuletzt schon die Tränen.

Und so blickt Deutschlands scheidender Sprint-König nun auch dem nahenden Abschied aus München mit durchaus gemischten Gefühlen entgegen. „Dortmund war mein Heimrennen, aber München war für mich immer das wertvollste und anspruchsvollste Sechstagerennen“, sagt Zabel, „es kann schon sein, dass das auch besondere Momente werden.“


Nieuwsblad ( Belgien):

Wielrennen is de essentie van het leven 25.11.08 ( niederländisch/flämisch), Paul De Keyser

Zitat: 'Ik kom terug', beloofde Erik Zabel, terwijl hij het Gentse Kuipke verliet. 'Om een pintje te drinken, waarom niet?' De fiets laat hij dan wel thuis in Unna. Zijn Belgische bewonderaars grepen zondag de laatste kans om hem een staande ovatie aan te bieden. Het afscheid van een monument.

 

Übersetzung: "Ich komme zurück", versprach Erik Zabel während er die Kuipke in Gent verließ," um ein Bier zu trinken, warum nicht?" Das Rad wird er zu Hause in Unna stehen lassen. Seine belgischen Fans ergriffen am Sonntag die letzte Gelegenheit, um ihm eine stehende Ovation zu bieten. Der Abschied von einem Denkmal.

RTBF (Belgien):

6 Jours de Gand : Zabel pense au podium 20.11.08, französischer Artikel mit O-Tönen von Erik auf der PK

Zitat:  "J'ai accompli de très belles choses dans ma carrière et j'ai rencontré beaucoup d'amis. Le monde du cyclisme est un miroir de la 'vraie' vie, avec des hauts et des bas. Je suis resté 107 semaines en tête du classement mondial. J'en suis fier mais ça m'a coûté beaucoup d'énergie. Je ne voulais pas lâcher ma première place""

 

Übersetzung: "Ich habe sehr schöne Dinge in meiner Karriere verwirklicht und ich bin vielen Freunde begegnet. Die Welt des Radsports ist ein Spiegel des wahren Lebens mit Höhen und Tiefen. Ich stand 107 Wochen an der Spitze der Weltrangliste. Ich bin stolz darauf, aber das hat mir viel Energie gekostet. Ich wollte meinen ersten Platz nicht verlieren."

6-Tage-Rennen-Bremen:

1.Zabel/Lampater fliegen zum Sieg  14.01.09

2.Ein Sieg als Abschiedsgeschenk   13.01.09 Leif Lampater über die Zeit an der Seite von Erik Zabel

Zitat:  Wenn Leif Lampater über die gemeinsame Zeit mit Erik Zabel erzählt, dann spricht er von Partnerschaft, nicht von Zusammenarbeit. „Es war total angenehm mit ‚Ete'", sagt er. Sportlich und menschlich habe es gepasst, findet der 26-Jährige. Stress oder gar Streit, so Lampater, habe es nie gegeben. „Klar hatte ich auch mal ein paar Tage, an denen es nicht so lief, aber dann hat Erik nur gesagt: Kein Thema, ein anderes Mal reißt Du es raus." ....

So hundertprozentig sicher war sich Lampater vorher nicht gewesen, dass aus der Liaison eine solch harmonische Partnerschaft werden würde. Zabel, so hatte ihm der eine oder andere Kollege gesteckt, sei unnahbar, bisweilen sogar arrogant. „Ich sehe das anders. Ich glaube eher, dass das eine gewisse Art von Schüchternheit, von Zurückhaltung ist", sagt Lampater. Auf jeden Fall sei „Ete" eher ein introvertierter Typ."

3.Triumph der „Fliegenden Kühe"  10.01.09 

Zitat:  Seit 38 Jahren steht Frank Minder nun schon an der Bahn beim Bremer-6-Tage-Rennen. So einiges hat der Mann schon erlebt in dieser Zeit, aber „fliegende Kühe" waren ihm bislang noch nicht untergekommen.

Spiegel:

Panne auf den letzten Metern  26.09.08, Jörg Schallenberg

Zitat: "Denn man konnte Zabel wunderbar zuhören, wenn er detailliert bis auf die Speiche die dramatischen Duelle im Endspurt beschrieb. Wie der "Zug" aufgebaut wurde, wie man im Windschatten lauern und in dem einen, einzig möglichen Moment nach vorne schießen musste, um dem Gegner keine Chance zum Konter mehr zu lassen. Diese letzten Meter bis zum Zielstrich waren Zabels Welt, die er perfekter vorbereitete und lange besser beherrschte als fast jeder andere."

sports-wiki.net:

Quo vadis, Erik Zabel?   24.09.08, Jupp Kueppers, ein Kommentar vor der Bekanntgabe des Karriereendes

Zitat:  Doch ungeachtet der Gerdemanns, Cioleks und Niermanns scheint gerade das deutsche TV-Publikum weiterhin einen wie Zabel zu brauchen, um sich wirklich für die großen Rundfahrten zu interessieren. Nochimmer ist der "Sportler des Jahres" 2001 einer der Sympathieträger im Land.

Stadtmagazin Echo Münster:  

1. Zabel ist gerührt und wird beschenkt   03.10.08, mit Bildergalerie, Thomas Austermann 

Zitat:  Blumen jede Menge nahm Zabel auch mit von seinem letzten Ausritt auf deutschen Straßen. Das fand der Milram-Profi, der seine Karriere beenden wird, ganz praktisch. „Ich habe heute Hochzeitstag – und woher sollte ich um diese Uhrzeit noch Blumen bekommen?“

Zabel hatte seinen Humor wieder gefunden, der zuvor auf der Bühne an der Zielankunft noch vom plötzlichen „Das-war´s-jetzt“-Gefühl beiseite gedrückt wurde. Zabel schaute schmallippig drein, er kämpfte wohl mit den Tränen.

2. Zabel Zweiter in Münster: "Ich gehe als Freund von euch!"  03.10.08

Zitat: Sichtlich gerührt von dem großen Applaus seiner Fans sagte der Mann aus Unna: "Ich hatte auch in diesem Jahr viel Spaß im meinem Sport. Es wird langsam Zeit jetzt für mich. Ich gehe als Freund von euch."

Süddeutsche Zeitung:

1. Tränen im Zirkuslicht  29.01.09, Claudio Catuogno

Zitat:  Da ist jetzt kein Nagel mehr, an den Zabel sein Rad hängen, keine Ecke, in die er sein Rad stellen könnte. Die Koje Nr.3, in der es sechs Tage lang nach Schweiß und Gummi, Massagefluid und Kräutertee, Kettenöl und Vaseline roch, ist jetzt nur noch ein Bretterverschlag mit seinem Namen drauf. Der Sechstagezirkus zieht weiter, ohne ihn. Also läuft Zabel einfach davon, dreht sich nach seinem Rad gar nicht mehr um, verschwindet hinter einem Vorhang, und das war's dann mit der Karriere des besten deutschen Radrennfahrers der Geschichte.

2. Er wird leiden   07.11.08, Andreas Burkert

Zitat: "Er ist eine Lichtfigur, sowohl im Licht als auch im Schatten", dichtet vor der Großen Jagd der am Ende des ersten Abends führende Bahnspezialist Robert Bartko. Dass Zabel noch einmal gekommen sei, finde er schön. "Er wird uns fehlen."

Nach Mitternacht, Zabel macht jetzt die Welle, freihändig produzieren die hintereinander aufgereihten Fahrer vorm Finale La Olà. "Der totale Profi eben" sei dieser Zabel, sagt Rennchef Sigi Renz, und daran werde sich bis zuletzt nichts ändern. Zabel nehme Abschied und schätze sicher auch die schöne Gage, das schon. Aber vor allem schätze er das Fahren."

3. Abschied als Befreiung    25.09.08, mit Bildergalerie, Andreas Burkert

Zitat:  Die lombardische Sonne schien den deutschen Radfahrern am Donnerstag während ihrer morgendlichen Trainingsfahrt über den WM-Kurs von Varese. Erik Zabel schloss sich der Gruppe an, obwohl er erst am Vorabend spät am Lago di Varese angekommen war. Aber natürlich nimmt er diesen Ausflug hier ernst, nicht nur, weil er als Trainingsweltmeister gilt. Denn Erik Zabel hat am Sonntag den letzten Einsatz im Nationaltrikot und seine letzte WM vor sich - der 38-jährige Sprinter aus Berlin wird an diesem Freitagmittag in Varese seinen Rücktritt zum Saisonende erklären.

Tagesspiegel:

1. Ein Tag wie in Trance  29.01.09, Helen Ruwald 

Zitat:  Der Lichtkegel war auf Robert Bartko gerichtet, ganz allein fuhr er nachts um zwölf im Velodrom eine halbe Ehrenrunde. Da, wo die Siegerkränze auf dem Boden lagen, stoppte er. Und wartete. Als kein anderer Fahrer neben ihm auftauchte, radelte Bartko Richtung Fahrerlager davon. Von ihm wollte ohnehin niemand etwas. Die 13 000 seligen Fans brüllten: „Es gibt nur ein’ Erik Zabel“

2. Eine Million Kilometer...   25.01.09, Lars Spannagel

Zitat:  Herbert Watterott hat an diesem Abend schon Weltmeister und Olympiasieger angekündigt, mit dramatisch angehobener Stimme. Doch für einen Fahrer hat sich der Hallensprecher des Berliner Sechstagerennens und langjährige Radsportexperte der ARD seine Luft noch aufgehoben. „Bitte begrüßen Sie mit mir den erfolgreichsten aktiven Radsportler der Welt, mit 212 Siegen auf der Straße, 14 Starts bei der Tour de France, mehr als einer Million Kilometer auf dem Rad ...“ Watterotts Aufzählung wird vom Jubel des Publikums übertönt, die Pointe seiner Ansage muss er fast ins Mikrofon brüllen: „Zum ersten und zum letzten Mal in Berlin dabei: Erik Zabel!“

3.Zwischen Doping und Jan Ullrich   27.09.08, Matthias Klappenbach

Zitat:  Der gebürtige Berliner war stets der Purist geblieben, der als Zehnjähriger nachts das Licht angeknipst hatte, um zu überprüfen, ob sein erstes Rennrad wirklich noch da ist. Als Profi fuhr er vom Frühling bis zum späten Herbst Rennen und mokierte sich über die Spezialisten wie Ullrich, der erst aus dem Winterschlaf erwachte, wenn Zabel schon den Klassiker Mailand–San Remo gewonnen hatte, was ihm gleich viermal gelang. Dass Radsport mit der Tour de France gleichgesetzt wird, ärgert Zabel, der sich jeden Tag aus Liebe auf sein Rad gesetzt hat. „Wenn man nach drei oder vier Stunden den Kopf freibekommt, das sind eigentlich die schönsten Augenblicke.“ In einer Höhenkammer hätte er nie trainiert.

Taz:

Sein allerallerallerletzter Auftritt  25.01.09, Johannes Kopp

Zitat:  Die langjährige Routine, so Zabel, helfe ihm, sich von der besonderen Stimmung nicht ablenken zu lassen. Aber im Berliner Velodrom, wo er vorher noch nie angetreten ist, ist doch alles neu für ihn. "Richtig", bestätigt Zabel, "aber gerade das sei ja eine zusätzliche Hilfe, sich auf die Besonderheiten des Rennens einzustellen und sich nicht von Äußerem irritieren zu lassen."

Die Welt:

1. Bartko schenkt Zabel sechs schmerzhafte Nächte  22.01.09,Peter Stützer

Zitat: Berliner Jungs, alle beide. Nur sich eben nicht sehr ähnlich. Bei Telekom waren sie mal Teamgefährten, Arbeitskollegen ist ebenso gut gesagt; zwei Jahre sind sie in erster Linie nebeneinander hergefahren. Das Verhältnis von Robert Bartko (33) und Erik Zabel (38) ist dennoch von großem Respekt geprägt.

2. Zabel beendet seine Höllentour   27.09.08 + Bildergalerie, Raik Hannemann

Zitat:  „Erik Zabel beendet seine Bilderbuchkarriere“, titelte der Sportinformationsdienst vor dem Straßenrennen der WM in Varese/Italien am Sonntag, doch nicht jeder mag die dunklen Kapitel im Leben des 38-Jährigen – der 2001 immerhin zu Deutschlands „Sportler des Jahres“ gekürt worden war – nun derart konsequent ausblenden.

 

Kommentar: „Erik Zabel beendet seine Höllentour ( Titel Druckausgabe dieses Artikels)", titelte Raik Hannemann vor dem Straßenrennen der WM in Varese/Italien am Sonntag, doch nicht jeder mag die hellen Kapitel im Leben des 38-Jährigen – der 2001 immerhin zu Deutschlands „Sportler des Jahres“ gekürt worden war – nun derart konsequent ausblenden.

Damit ist eigentlich schon alles zu diesen Artikel gesagt, zum Thema Vorbild werde ich mich an anderer Stelle äußern.


ZDF:

Erik Zabels letzte Fahrt 27.01.09, Torsten Haselbauer

Zitat:  Erik Zabel ist zum ersten und gleichzeitig letzen Mal beim Berliner Sechstage-Rennen dabei. Bisher war er in den Januartagen immer weit weg. Dort wo es warm ist. Zur Saisonvorbereitung auf Mallorca oder in Australien. "Ich denke jetzt an meine Ex-Kollegen, wie sie sich da unten abstrampeln", erklärt Erik Zabel fast ein wenig wehmütig.


3. Interviews:

Ruhr-Nachrichten:

Es braucht Zeit und Distanz  30.09.08, Harald Gehring

Zitat:  "Paris-Tours haben Sie schon dreimal gewonnen. Spüren Sie bereits etwas Wehmut oder bestimmt noch der Ehrgeiz Ihre Emotionen?"

"Von allen Facetten ist etwas dabei. Einerseits will ich erfolgreich sein, aber andererseits ist es auch ein Abschied von vielen Freunden. Und dazu ist es ja auch noch ein Duell mit meinem Partner Alessandro Petacchi."


Die Welt:

Erik Zabel verspricht seiner Frau lieber nichts   27.01.09 + Bildergalerie, S. Frommann und J. Hungermann

Zitat: Welt online: Wenn Sie auf 16 Jahre als Berufsradfahrer zurückblicken, worauf sind Sie am meisten stolz?

Zabel (zögert): Vielleicht auf die für die Öffentlichkeit unbekannteste Tatsache: Ich war 107 Wochen lang Weltranglistenerster. In dieses Ziel habe ich wohl am meisten investiert. Das war super.


Der Westen:

1. Der sechste Sieg zugleich der schönste  05.11.08, Erik spricht über das Dortmunder 6-Tagerennen

Zitat: "War Ihnen bewusst, dass das tatsächlich das letzte 6-Tage-Rennen in Dortmund für Sie war?"

"Eigentlich war mir das klar. In den Rennen habe ich das verdrängt, war höchst konzentriert. Als ich aber bei der Abschiedszeremonie mit dem Feuerwerk und den bewegten Bildern durch das Spalier der Fahrer musste und Bruno Risi in die Augen schaute, da habe ich doch mehrmals schlucken müssen. Aber, beim Abschied von Rolf Aldag war ich noch mehr mitgenommen."

2. Große Ehrenrunde auf der Winterbahn 30.09.08  Teil I (Teil II des Interviews wurde aus dem Internetangebot genommen), Erik spricht über die Gründe seines Rücktrittes und seine Abschiedstour

Zitat: "Bei der WM am Sonntag in Varese haben Sie ja schon in gewisser Weise Abschied nehmen können?"

"Ja, das war ein komisches Gefühl. Paolo Bettini, der ja auch aufhört, und ich, wir sind Seite an Seite mit sehr viel Beifall über die Ziellinie gefahren. Es war da schon eine besondere Situation"



4. Videos/Fernsehen im Internet::

Berliner 6-Tagerennen:

Berlin Sport: Erik Zabel siegt beim 98. Berliner Sechstagerennen 

Berlin Sport: Sixdays - Erik Zabel verabschiedet sich  

Der letzte Sprint des Erik Zabels  ZDF

Erik Zabel – Bewegende Momente bei seinem letzten Rennen  Canyon


Bremer 6-Tagerennen:

Stadtgespräch "Erik Zabel" 13.01.09 Erik ist anläßlich des Bremer 6-Tage-Rennens im Stadtgespräch auf center.tv ( langes Interview!)

Erik Zabel und Jürgen Drews im Gespräch  10.01.09 Audio, Radio Bremen - Bremen 1


Münchner 6-Tagerennen:

Verabschiedung von Erik Zabel  10.11.08, die komplette Verabschiedungszeremonie!


Dortmunder 6-Tagerennen:

Sechse Tage Renne Dortmund   03.11.08,Enrico Muax


Münsterlandgiro - Eriks letztes deutsche Straßenrennen:

La der de Zabel  ( französisch) 04.10.08, Eurosport

Cycling - Zabel bids farewell   (englisch)04.10.08, Eurosport

auf deutsch  gibt es das Video natürlich nicht ( als deutscher Radsportfan hat man sich offensichtlich gefälligst Planeten-Videos oder Doping-Videos anzusehen)

Zabel rijdt laatste koers in Duitsland   ( niederländisch), nuvideo.nl

Zonda-Sendung: Abschiede Erik Zabel  04.10.08, Enrico Muax


Rückblick auf die Karriere:

Zabel steigt vom Rad    26.09.08, WDR



5. Ehrungen:

cyclingnews.com:

Cyclingnews 2008 Reader Poll Results: Legend of Cycling  (englisch): bei der WM 06 wurde Erik noch knapp von Paolo Bettini geschlagen, bei dieser Abstimmung  hat jetzt Erik knapp die Nase vorn

Zitat:  Erik Zabel, Germany's "Iron Man" of cycling, topped off his career as Cyclingnews' 2008 Legend of Cycling.... Zabel is a man who didn't know the meaning of the term off-season. When the road season was finished, he went on the track. When the six-days season was finished, it was time for training camp for the road season.

 

Übersetzung:  Erik Zabel, Deutschlands " Eisenmann" des Radsports, krönte seine Karriere als Cyclingnews Legende des Radsports 2008 ... Zabel ist ein Mann, der die Bedeutung des Begriffs Rennpause nicht kannte. Wenn die Straßensaison beendet war, ging er auf die Bahn. Wenn die Sechstagesaison beendet war, war es Zeit für das Trainingslager für die Straßensaison.

live-radsport.ch:

Cycle Award 2008 ... Ehrenpreis für Erik Zabel  Erik erhielt den Ehrenpreis der Jury für seine einzigartige Karriere



6. Bildergalerien:

ARD:

Erik Zabel - Ende einer Ära 


Canyon:

Bildergalerie: Erik Zabel mit einigen Bildern vom 6-Tage-Rennen


laola.at:

Erik Zabel - seine Karriere in Bilderm


pezcyclingnews.com:

Eriks Abschied beim Berliner 6-Tage-Rennen   ein schönes Photo

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