Vita 2


zurück

3. Grüner Sprinter

1996 stieß Bjarne Riis zur Magentatruppe. Damit veränderte sich die Zielsetzung: Riis peilte den Toursieg an, außerdem reifte Ullrich zum großen Rundfahrer. Erik rückte für die Tour ins zweite Glied. Trotzdem konnte Erik bei der Tour großartige Erfolge feiern. 1996 holte er wie im Vorjahr zwei Etappen und gewann zum ersten Mal die Punktewertung. Die französische Sportzeitung L’Equipe schrieb 96 über ihn: „ Er ist kleiner als Cipollini und nicht so untersetzt wie Abdushaparov, aber er hat die Kraft der zwei, ergänzt um eine teuflische Virtuosität“. Das grüne Trikot wurde zu seinem Markenzeichen, er konnte es 6–mal in Folge (1996- 2001) mit nach Hause nehmen und stellte damit den Rekord von Sean Kelly (4-mal, jedoch nicht in Folge) ein. Meistens gewann er es auch sehr überlegen mit großem Punktevorsprung. 2001 wurde es knapp, da Erik dieses Jahr zwar der beste Sprinter bei dieser Tour war, jedoch O Grady in einer Ausreißergruppe viele Punkte gesammelt hatte. 2002 kämpfte Erik bis auf die Champs Elysee mit Mc Ewen um grün, doch Mc Ewen war einfach der schnellere und holte sich diese Wertung - die Serie war gerissen - , aber Erik hatte schon eine neue im Visier: Die Punktewertung bei der Vuelta. Während Erik die Punktewertung jahrelang souverän anführte, klappte es mit den Etappensiegen nicht jedes Jahr. Insgesamt konnte Erik jedoch 12 Etappensiege bei der Tour de France holen, er ist damit deutscher Rekordhalter. Außerdem trug er 98 und 2002 das gelbe Trikot jeweils für einen Tag, das grüne Trikot holte er sich insgesamt 88-mal. Atemberaubend war Eriks ungewollte Stunteinlage bei der Tour 99: Nachdem er schon vor dem Finale schwer gestürzt war, kämpfte er sich wieder ans Feld heran, und rutschte im Sprint bei einer Geschwindigkeit von über 60 km/h aus den Pedalen, doch Erik zeigte Balancekünste und konnte einen Sturz verhindern.

4. Vuelta – olé: von rot-weiß über gepunktet ins  blaue Trikot

Nach seinen ersten Erfolgen bei der Tour de France 95 gab Erik sein Debüt bei der Vuelta, die er allerdings genau wie seine erste Tour nicht beendete. Dann folgte eine lange Pause bis Erik 2001 einen neuen Versuch wagte. Diesmal gelangen ihm gleich zu Beginn drei Etappensiege in Folge. Vom typischen Windkantefahren auf den spanischen Flachetappen wurde Erik allerdings überrascht. Mehrfach fiel Erik dem Wind zum Opfer und verlor so das Trikot der Punktewertung. Er konnte es sich zwar durch eine Flucht mit einer Gruppe zurückholen, doch fehlten am Ende einige wenige Punkte zum Gewinn dieser Wertung. Dafür konnte sich Erik diese ein Jahr später holen. Ebenso 2003, darüber hinaus gewann er gleich zwei Etappen gegen den damals so unbesiegbar scheinenden Petacchi. Die Vuelta 2004 schien unter keinen glücklichen Stern für Erik zu stehen. Gleich in den ersten Tagen hatte er zum ungünstigsten Zeitpunkt eine Reifenpanne- die Folgen: keine Chance mehr auf den Etappensieg, Führungstrikot in weiter Ferne gerückt  und keine Punkte. Ein paar Tage später kam es dann noch schlimmer: Fast sein gesamtes Team fiel einer Lebensmittelvergiftung zum Opfer und mußte die Vuelta beenden. Eine Trikotverteidigung schien aussichtslos, zumal die Vuelta in diesem Jahr kaum Flachetappen aufwies und die gleichmäßige Punktverteilung auf alle Etappen, so eher die Berg- und Gesamtklassementfahrer begünstigte. Doch wer sagt denn, daß schwere Bergetappen den Bergfahrern vorbehalten sind? Erik bildete zusammen mit anderen Sprintkollegen auf einer dieser Bergetappe eine Fluchtgruppe, sammelte so kräftig Punkte und holte so das 3. Mal in Folge das Trikot mit gerade mal 2 verbliebenen Helfern an der Seite. 2006 gelangen Erik überraschend gleich zwei Etappenerfolge gegen die versammelte Sprintelite, darunter auch die prestigeträchtige Schlussetappe.Im darauffolgenden Jahr mußte Erik für Petacchi arbeiten, trotzdem gelang ihm wieder ein Etappensieg.

weiter zu 5. Signore San Remo

Gratis Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!